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DEH Tiefkühlbackwaren, Doris Entrup Drucken
DEH Tiefkühlbackwaren
 

D. Entrup-Haselbach GmbH & Co. KG

Doris Entrup

Brötchen schmecken am besten, wenn sie frisch aus dem Ofen kommen.
Mit diesem Satz lässt sich die Geschäftsidee von Doris Entrup treffend kennzeichnen!

In einem 1-Zimmer-Büro begann im Jahre 1987 die beispiellose Erfolgsgeschichte von Doris Entrup und ihres Unternehmens „DEH“.  Nach dem plötzlichen Tod Ihres Mannes startete sie mit einem Kapital von 50.000,- DM als allein erziehende Mutter ihren Aufstieg in der Backbranche. Ihre Gründungsidee könnte man als Brückenschlag zwischen ihrer Kindheit – der Vater war selbständiger Bäckermeister – und ihrer fundierten Erfahrung im Vertriebsmanagement von Großkonzernen bezeichnen.

Anfangs wurden nur importierte Dauerbackwaren vertrieben, doch die Unternehmerin erkannte schon früh den später boomenden Markt für Tiefkühlprodukte. Das Unternehmen änderte die Strategie und setzte auf Tiefkühlbackwaren mit nationaler Distribution.
Ausschlaggebend für den Erfolg ist die bis heute geltende Philosophie: Qualität, innovative Produkte, bester Service sowie die Herstellung individueller Tiefkühl-Backwaren.

Die ständig wachsende Nachfrage vom Groß- und Einzelhandel erforderte schon 1992 den Erwerb eines eigenen Produktionsbetriebes in Ungarn mit der Fertigung von Laugengebäck, Berlinern und Plunderteilchen. Der hohe Qualitätsanspruch überzeugte auch Bäckereien, Heimdienste, Caterer und Tankstellenshops mit Backstationen - und wieder fehlten die Kapazitäten.

Kurzum entschied sich Frau Entrup 1999 zum Kauf eines weiteren Produktionsbetriebes in Heiden bei Borken, der sofort 3-schichtig ausgelastet war.

Der Pioniergeist und die unternehmerische Dynamik bringt DEH an die Spitze führender nationaler Tiefkühlbackwaren-Anbieter mit einem ausgesuchten Premium-Teil- und Vollsortiment von über 400 Backwarenartikeln.

Ein Logistikunternehmen befördert das Tiefkühlsortiment vom Zentrallager in Unna aus bis nach Rügen und zum Bodensee. Die Chance, in Deutschland in ein Entrup-Haselbach-Croissant zu beißen, ist groß – nur merkt es der Endverbraucher nicht, weil die Baguettes, Ciabattas und Laugenbrezeln no-name-Produkte sind.

Heute kann sich die Gevelsberger Firmenchefin mit einem Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro, mehr als 300 Produkten und knapp 180 Mitarbeitern in Deutschland und Ungarn zu Recht als Senkrechtstarterin in einer Männerdomäne bezeichnen.

Der Weg zur Unternehmerin

Als „Tellerwäscherkarriere“ bezeichnet Doris Entrup-Haselbach ihren Erfolg. „Mit Schulden und einer Witwenrente von 680 Mark konnte ich nicht weit springen. Für die Betreuung meines achtjährigen Sohnes wäre ich im Angestellenverhältnis nicht flexibel genug gewesen. Meine Mutter lieh mir das Startkapital für meine Geschäftsidee und der Gründung der GmbH, denn keine Bank war bereit mir unter den widrigen Umständen einen Kredit zu gewähren. Ich habe bis spät in die Nacht gearbeitet, so konnte ich tagsüber für meinen Sohn da sein und dem normalen administrative Geschäft nachgehen. “Doris Entrup

Mit „sehr hoher Fachkompetenz“ in der Backwarenbranche, einer feinen Nase für Brötchenduft und Verkaufsstrategien, Erfolgsorientierung und Geschick wurde die Unternehmerin zur Marktführerin. Aus der Eine-Frau-Firma entstand ein internationales Unternehmen mit mehreren GmbHs.

Frau Entrup setzt auf die Stärken von Frauen. Über 70 % der Belegschaft sind weiblich und arbeitet in Führungspositionen. Mit 35 überwiegend weiblichen Mitarbeitern ist die Verwaltung klein und wendig. Die Chefin steht dazu, ihr Team „autoritär“ zu leiten. „Für Führungs-Seminare hatte ich nie Zeit, das war learning by doing.“ Die Arbeitsatmosphäre in der Gevelberger Verwaltung wirkt konzentriert und entspannt. Für das besondere Wohlfühlklima bei DEH sorgen zum Beispiel flexible Arbeitszeiten, die darauf Rücksicht nehmen, ob jemand Kinder betreuen muss.

„Es war nicht alles so easy, wie es aussieht“, gesteht die Unternehmerin. „Totale Ängste“ stand sie in der Startphase durch. Panik, ihr Lebenswerk breche zusammen, ergriff sie 1996: Zwei Mitarbeiterinnen machten sich selbständig und wollten Kunden abwerben – erfolglos, aber zunächst schockierend. Weitere Krisen blieben aus; ein sattes Eigenkapital von 45 % gibt Sicherheit. „Stillstand ist Rückschritt“, betont Frau Entrup. Stets müssen neue Produkte auf den Markt!

Und dann war da noch der Weltfrauentag am 7. März 2006, der für die Unternehmerin zu einem besonderen, unvergesslichen Tag wurde: Bundespräsident Horst Köhler besuchte den Produktionsstandort in Heiden bei Borken und war begeistert von ihrem erfolgreichen „Frauen-Betrieb“. Er machte Doris Entrup an diesem Tag mit seiner Aussage: „Die Frau ist wunderbar“ ein besonderes Kompliment! Sie sei vorbildhaft und mache ihre Arbeit ohne großes Trara. Und so sei sie auch ein Vorbild für mittelständische Unernehmen, stellte er anerkennend nach seinem Rundgang fest.

„Mein nächstes Ziel ist ein fließender Übergang des Unternehmens auf meinen Sohn“, erzählt Frau Entrup. Nach BWL-Studium und Mitarbeit in den Partnerbetrieben hat er inzwischen die Vetriebsleitung übernommen.

Ihr Lebenswerk steht auf stabilen Säulen – das verleiht ihr innere Ruhe. Zukünftig möchte Frau Entrup, die laut Firmenwerbung „alles bestens gebacken hat“, noch mehr reisen und ihre Sprachkenntnisse vertiefen.

Ihr Tipp: „Unternehmerinnen müssen ihre Marktmöglichkeiten und Absatzchancen schon vor der Gründung genau kennen und eine Prognose für fünf Jahre stellen können“ – Dann hat man auch mit „kleinen Brötchen“ einen Riesenerfolg!

D. Entrup-Haselbach GmbH & Co. KG
Gewerbestr. 28
58285 Gevelsberg
Telefon: 0 23 32 / 75 76 - 0
Telefax: 0 23 32 / 75 76 - 18
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können
Internet: www.entrup-haselbach.de
 
German

Kurzprofil

Unternehmerin:
Annette Imhoff
 
Annette Imhoff
 
“Jetzt oder nie” – hat sie sich gesagt, und: “Mein Vater traut mir das zu, warum also nicht!”
 
 

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